Samstag, 6. November 2010

Hundswollenes


Für alle Hundswoll-Interessierten und die, die glaubten, ich hätte mir ein Späßchen erlaubt, als ich schrieb, ich würde Hundewolle verspinnen, kommt nun hier die Fortsetzung von "Jule und Meggie".


Die erste Lieferung ihrer Wolle hatte ich recht dünn versponnen und dreifach mit sich selbst verzwirnt ("Navajo-Plying"), so dass ich eine 100%ige Jule-und-Meggie-Wolle hatte. Daraus habe ich dann erstmal ein kleines Probeläppchen gestrickt. Ich hoffe, ihr könnt die besondere Flauschigkeit und die wunderschönen, natürlichen Farbverläufe auf dem Bild gut erkennen. Chris von WoolBizarre durfte bereits dran schnuppern und bestätigt nun, dass das Läppchen nicht mehr nach Hund duftet.


Aus der übrigen Wolle, die nach mehrfachem Waschen und gründlichem Trocknen nun auch gar nicht mehr nach Hund müffelt, habe ich diesen Kragen gestrickt. Die hellen Teile stammen von Jule, die dunkleren von Meggie. Schon beim Spinnen konnte ich die unterschiedliche Beschaffenheit der Fasern von beiden Hunden gut in den Fingerspitzen fühlen: Jule's Wolle ist ganz fein und flauschig, Meggie's hingegen ist etwas gröber und fester im Griff, fast ein bisschen "borstelig". Beim Zwirnen haben sich beide dann ganz gut gemischt.


Die nächste Ladung habe ich ebenfalls recht dünn versponnen, dann aber ganz normal mit sehr fein versponnener, heller Schafswolle verzwirnt.



Nun habe ich fünf wunderschöne Stränge "Jule-und-Meggie-mit-Schaf". Die hab' ich zwar noch nicht gewogen, aber sie würden wohl schon für einen ganzen Pullover reichen. Aber ich werde daraus wahrscheinlich diesen Zick-Zack-Kragen stricken. Dabei wird der schöne Verlauf der Mischung aus Jule und Meggie bestimmt gut zur Geltung kommen. Doch zuerst habe ich mich selbst gezwungen, ein anderes Teil fertig zu stricken. Eher darf ich nicht anfangen, obwohl es mich schon SEHR in den Fingern juckt! Ich kann euch nämlich versichern: Es ist schon ein ganz besonderes Vergnügen, handgesponnene Hundswolle zu verstricken. Und wenn man die Tiere auch noch persönlich kennt, dann ist das Strickerinnen-Glück perfekt! :-)

Gestern habe ich schonmal damit begonnen, mich an diesen Korb voller Kaukasenwolle ran zu machen, die ich vor kurzem aus dem "Kaukasenzwinger von Inguri" geschickt bekam.


Das ist ganz schön viel, da werde ich wohl eine Zeitlang dranrum spinnen. Fortsetzung folgt.

Kommentare:

smart-girls Allerei hat gesagt…

Wahnsinn, was ist die Wolle Traumhaft schön geworden!
Du bist ein Genie :)!
Schade, dass unsere Elly so kurzes Fell hat,
lG Sabine

Geli hat gesagt…

...na sage mal Raphaela, das ist ja so eine Menge, da denkt man, mehrere Rudel sind bei dir unter die Schere geraten :-))))...lG Geli, die davon so gar keine Ahnung hätte...

huntjeblöm hat gesagt…

Hallo Raphaela,

mensch, das sieht ja toll aus... spannend, was du in deinem Blog berichtest!

LG,
Britta alias huntjeblöm

Nora hat gesagt…

wow, wahnsinn. Da hast du aber sehr viel arbeit, oder?!
Die Wolle sieht toll aus :).
Danke für den Kommentar, den gepunkteten Verlauf hab ich mit Salz gemacht :D!
Danke für die Tipps, werd ich beim nächsten mal gleich ausprobieren..
Liebe Grüße,
Nora

Hans hat gesagt…

Da habe ich gestern wohl zu wenig nachgedacht, als ich beim Friseur war und meine Kopfbedeckung und den Kühlergrill kürzen ließ. Mit der Zeit würde es wohl dann auch eine "Hansispinntwohlwolle" geben und damit könnte man zumindest mal Ohrenschützer stricken.Raphaela kann ja mit der Behaarung aller Tierarten umgehen, warum nicht auch mit meiner?

LG
Hans

josali hat gesagt…

Die Farben sind richtig schön geworden und die Wolle sieht sehr kuschelig aus, kann ich mir als Schal oder Kragen sehr gut vorstellen.
Danke übrigens für Deine tröstenden Worte zu meinem Post.
LG
Tanja

sternthaler75 hat gesagt…

Das ist ja total irre, sieht so schön aus. Übrigens ist dein Päckchen heute bei mir angekommen, dafür nochmals allerliebsten Dank.
Liebe Grüße Petra

Anonym hat gesagt…

Ich bin ja begeistert, was man aus Hundewolle alles machen kann*gg* Las das mal nicht die Chinesen sehen, die werden dich als Expertin nach China holen und dann gibts Bernardiner Wollmützen.

Gruß Switscherle